Donnerstag, 21. September 2017

Marmorguglhupf

Heute wird gegooglt, äh geguglt. Den Flachwitz konnte ich mir einfach nicht verkneifen.
Diesen Klassiker gab es schon lange vor der Entstehung von Google. Kaum ein anderer Kuchen hält sich wie der Guglhupf schon seit Jahrhzehnten auf den vordersten Plätzen der beliebtesten Kuchen. Was schon Oma in ihrer Kindheit schmeckte, erfreut unsere kleinen (und großen) Naschkatzen heute im Google-Zeitalter mindestens genauso sehr.
Man muss nicht immer alles neu erfinden. Manchmal ist Altbewährtes in guter Qualität einfach das Beste, was man sich vorstellen kann.
Die große Beliebtheit des Guglhupfs rührt nicht zuletzt aus seiner schier unendlichen Wandelbarkeit. In diesem Rezept habe ich ihn als Marmorkuchen gebacken. Selbstverständlich könnt ihr noch ein paar Kirschen in den Teig hineingeben. Oder ihr verwendet doppelt so viel Kakao und zaubert einen Schokoguglhupf. Umgekehrt könnt ihr natürlich den Kakao auch weg lassen und habt einen Vanilleguglhupf. Mindestens genauso viele Varianten gibt es auch bei der Dekoration. Ich habe mich für einen Überzug aus Zartbitterschokolade entschieden. Wer es schlichter mag, kann seinen Guglhupf gern nur mit Puderzucker besteuben. Kleine Bäcker verzieren ihren Guglhupf gern mit Smarties, Gummibärchen und bunten Streuseln. Für jeden Geschmack ist etwas dabei.
Wie mögt ihr euren Guglhupf am liebsten?




Zutaten für 12 Stücke:

6 Eier (Größe M)
200 g weiche Butter
280 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
einige Spritzer Rumaroma
etwas abgeriebene Zitronenschale
1 Prise Salz
280 g Mehl
0,5 Päckchen Backpulver
100 ml Milch
20 g Kakao
200 g Zartbitterkuvertüre

  •  Ofen auf 180 Grad Ober-Unterhitze oder 160 Grad Umluft vorheizen
  • Eier trennen
  • Butter, 160 g Zucker und Vanillezucker mit den Quirlen des Rührgeräts schaumig schlagen
  • Eigelbe einzeln unterrühren für jeweils etwa 30 Sekunden
  • Einige Spritzer Rumaroma und Zitronenschale dazu geben
  • Eiweiß mit der Prise Salz steif schlagen
  • 120 g Zucker einrieseln lassen und etwa 1 bis 2 Minuten weiterschlagen
  • Mehl mit Backpulver vermischen
  • Milch erwärmen, bis sie lauwarm ist
  • Milch, Mehl und Eischnee abwechselnd portionsweise unter das Butter-Ei-Zucker-Gemisch rühren
  • Dafür am besten jeweils etwas Mehl daraufsieben, etwas Milch dazugießen und etwas vom Eischnee mit einem Holzlöffel (mit Loch in der Mitte) vorsichtig unterheben
  • Etwa die Hälfte des Teiges in eine gefettete Guglhupfform geben
  • Die andere Teighälfte mit Kakao verrühren und ebenfalls in die Backform auf den hellen Teig geben
  • Für das Marmormuster mit einer Gabel die beiden Teige spiralförmig leicht vermischen
  • Im vorgeheizten Backofen etwa 1 Stunde backen 
  • Den Kuchen etwa 15 Minuten in der Form auskühlen lassen vor dem Stürzen
  • Kuvertüre über dem heißen Wasserbad schmelzen
  • Kuchen mit Kuvertüre überziehen und trocknen lassen

Sonntag, 17. September 2017

Vegane Kekse (Clean eating)

Clean eating ist derzeit im wahrsten Sinne des Wortes in aller Munde. Dabei ist das Prinzip, möglichst unverarbeitete Lebensmittel zu sich zu nehmen, althergebracht und simpel. Wer sich daran orientiert, lebt in jedem Fall gesünder und weiß, was er isst. Dabei braucht niemand das Rad neu zu erfinden, wie dieses Keksrezept zeigt.

Gerade Naschkatzen kommt diese Ernährungsweise oft zu gute. Gesunde Leckereien zum Nachmittagstee zu zaubern, ist oft einfacher als angenommen. Diese leckeren Kekse mit Trockenobst, Walnüssen und Gewürzen sind schnell gemacht und können auch gut von kleinen Nachwuchsbäckern zubereitet werden.

Sie lassen sich nach Lust und Laune variieren. Dabei kommen sie ganz ohne weißes Mehl, raffinierten Zucker und tierische Produkte aus. Wichtig ist lediglich, dass immer Trockenfrüchte enthalten sind, da sie die Süße geben. 
Lohnenswert sind noch weitere Experimente, etwa mit Rosinen, Kardamom, Kakaonibs, Haselnüssen oder Gojibeeren. Der Fantasie sind beim Keksebacken keine Grenzen gesetzt.




Zutaten:

3 geschälte und geraspelte Äpfel
etwas Zitronensaft
50g Walnüsse
120 g Trockenobst
90 ml Mandelmilch oder andere Milch
90 ml Kokosöl oder Rapsöl
270 g Weizenvollkornmehl
180 g 5-Korn-Mischung oder Haferflocken
Zimt 
Vanillepulver
1 Prise Salz 

  • Geraspelte Äpfel mit dem Zitronensaft beträufeln
  • Trockenobst und Walnüsse klein hacken und dazugeben
  • Ofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen
  • Mandelmilch mit Öl vermischen
  • Weizenvollkornmehl, Flocken, Zimt, Vanillepulver und Salz vermengen 
  • Trockenobst und Milch-Öl-Mischung unterheben
  • Aus dem Teig kleine Kugeln formen, mit Abstand auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und die Kugeln zu Keksen flach drücken. Je dünner sie sind , desto knuspriger werden die Kekse. 
  • Im Ofen 20 Minuten backen

Donnerstag, 14. September 2017

Zwetschgen-Honig-Tarte mit Mandelkrokant


Viele Naschkatzen unter euch werden das Dilemma kennen: Die Versuchung nach etwas Süßem, das der Seele gut tut, ist groß. Das schlechte Gewissen, seinem Körper und seiner Gesundheit mit zu viel Zucker und Fett nichts Gutes getan zu haben, ist es meist auch. Da ich als bekennende Naschkatze nicht auf mein alltägliches Kuchenglück verzichten möchte, beschäftige ich mich seit einiger Zeit mit dem Thema Backen ohne Zucker. Meinungen und Rezepte dazu gibt es viele. Zumal in Zeiten von Low Carb, Paleo und Clean Eating Zucker mehr und mehr in Verruf gerät. Nicht ohne Grund, wie Mediziner bestätigen.
Tatsache ist aber nun mal, dass Süßes glücklich macht und Kuchen das richtige Maß an Süße brauchen, um unser Naschbedürfnis zu befriedigen. Daher experimentiere ich gern mit alternativen Süßungsmitteln. Dabei bevorzuge ich vor allem natürliche Stoffe wie Honig, Ahornsirup, Kokosblütenzucker oder Agavendicksaft. Wie bei allem gilt auch bei diesen gesünderen Süßungsmitteln, dass die Dosis das Gift macht. Selbstverständlich ist auch hier Zucker enthalten. Im Gegensatz zum raffinierten weißen Zucker, der nur leere Kalorien liefert, enthalten sie aber auch wertvolle Inhaltsstoffe wie Mineralien und Spurenelemente. Wer ganz auf Zucker verzichten möchte, findet demnach in den natürlichen Alternativen keine Lösung und sollte lieber zur Gewürzgurke als kleinem Snack greifen. Wer Süßes liebt und einen Bogen um weißen Haushaltszucker machen möchte, der kann mit natürlichen Süßungsarten glücklich werden. Neben dem ernährungsphysiologischen Mehrwert bieten diese eine Vielfalt an Geschmacksnuancen, von denen einfacher Haushaltszucker nur träumen kann.
Im folgenden Rezept habe ich das vermutlich älteste Süßungsmittel der Menschheit verwendet. Honig enthält im rohen Zustand viele Enzyme, Mineralstoffe und Vitamine. Leider überstehen sie die heißen Temperaturen im Backofen nicht. Dafür verleiht sein einzigartiger Geschmack dem Tarteboden und dem Mandelkrokant eine ganz besondere Note.



Zutaten für eine 26er Tarteform:

Für den Teig:
250 g Mehl
100 g Crème fraiche
50 g Honig
100 g Butter + etwas für das Einfetten der Form

Für den Belag:
750 g Zwetschgen
1 TL Zimt
100 g Mandelblättchen
5 EL Honig

  • Für den Teig Mehl und Crème fraiche verrühren.
  • Honig und Butter nach und nach dazu geben.
  • Alles zu einem glatten Teig verkneten und 30 Minuten kalt stellen.
  • Backofen auch 200 Grad vorheizen.
  • Mit der übrigen Butter die Tarteform einfetten.
  • Zwetschgen waschen, trocknen, halbieren und entsteinen.
  • Zwetschgen in Spalten schneiden und mit Zimt vermischen.
  • In einer Pfanne ohne Fett die Mandelblättchen anrösten.
  • 4 EL Honig hinzugeben und alles karamellisieren lassen.
  • Die Krokantmischung auf ein Backpapier geben und möglichst glatt streichen.
  • Krokant abkühlen und fest werden lassen. Danach grob hacken.
  • Den Teig ausrollen und in die Tarteform geben, dabei einen kleinen Rand formen.
  • Zwetschgen auf dem Teig anordnen und mit 1 EL Honig beträufeln.
  • Auf der untersten Schiene etwa 30 Minuten backen.
  • Anschließend mit Mandelkrokant bestreuen und servieren.

Sonntag, 10. September 2017

Apfelkuchen mit nussiger Überraschung

An apple a day keeps the doctor away. Ob das wohl auch für Äpfel in Kuchenform gilt? Einen Versuch ist diese raffinierte Variante des Apfelkuchens in jedem Fall wert. Unter den Früchten steckt eine nussig-karamellige Überraschung. Das kommt bei großen und kleinen Naschkatzen gut an.



Zutaten für eine rechteckige Backform (35 x 20 cm):

Für den Teig:
300 g Mehl
100 g Zucker
1 Ei
200 g Butter

Für den Belag:
12 kleine Äpfel
Saft von einer Zitrone
180 g Zucker
300 g Toffifee
400 g saure Sahne
2 EL Speisestärke
4 Eier
2 EL Apfelgelee


  • Mehl, Zucker, Ei und Butter zu einem Mürbeteig verkneten und 30 Minuten kalt stellen
  • Äpfel schälen, halbieren, das Kerngehäuse heraus schneiden und die Oberseite fächerartig einschneiden
  • Äpfel mit Zitronensaft beträufeln und mit 2 EL Zucker bestreuen
  • Teig auf bemehlter Arbeitsplatte ausrollen und in die Backform legen 
  • Teig mit der Gabel mehrfach einstechen
  • Toffifee mit der flachen Seite auf den Teig legen
  • Apfelhälften darüber legen, sodass die Toffifee darunter versteckt sind
  • Backofen vorheizen auf 180 Grad Celsius  (160 Grad Umluft)
  • Für den Guss saure Sahne mit Speisestärke verrühren
  • Eier und restlichen Zucker unterrühren
  • Den Guss um die Äpfel herum verteilen 
  • Kuchen ca. 45 Minuten im Ofen backen
  • erwärmtes Apfelgelee über die Äpfel streichen und noch 5 Minuten fertig backen

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